Keine Preise für Gewalt! Kein Preis für den Film Elternschule! von Angela Ohlendorf

Der Film Elternschule,  ist für den Grimme-Preis nominiert. Ein Fakt, der eine Welle der Empörung ausgelöst hat. Unter dem Hashtag „keinepreisefürgewalt“ und „keinpreisfürgewalt“ protestieren tausende von Menschen in den Sozialen Medien. Ein Aufruf an die hiesigen Medien, eine öffentliche sachliche Diskussion zu führen, blieb bisher erfolglos. Bereits als der Film im Oktober 2018 in die Kinos kam, wurde der Film sehr stark kritisiert. Read More „Keine Preise für Gewalt! Kein Preis für den Film Elternschule! von Angela Ohlendorf“

Was ist Populismus?

„Zum Volk gehören wir alle.
Das verbitte ich mir –
den Namen Volk zu monopolisieren
und mich davon auszuschließen!“
Otto von Bismarck im Reichstag 1873

 

In seinem 2016 bei Suhrkamp erschienenen Essay „Was ist Populismus?“ untersucht der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller die Theorie und Praxis des Phänomens Populismus. Müller lehrt politische Theorie und Ideengeschichte an der Princeton University in New Jersey/USA.

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Was ist Faschismus?

Woher stammt das Wort Faschismus?

Das Wort Faschismus stammt von dem italienischen Wort „fascio“: Bund. Dieses wieder kommt von den lateinischen Worten „fascia“: Band bzw. „fascis“: Bündel. Als „fascis“ wurde im Römischen Reich ein Rutenbündel bezeichnet, in dem eine Axt steckte; es war das Amtssymbol der höchsten Machthaber des Römischen Reiches.

Das Wort steckt auch in dem Begriff „Faszien“. So werden die faserigen Bindegewebe genannt, die den ganzen Körper umhüllen.

„Fascia“ heißt bezeichnenderweise auch die Datenbank der US-amerikanischen NSA, die vom weltweiten Mobilfunk alle gewählten Telefonnummern, die jeweils angewählte Funkzelle, die Gerätenummer und die SIM-Karten-Nummer speichert. Read More „Was ist Faschismus?“

Wie wirkt sich Migration auf psychische Probleme aus?

Eine junge Frau, 22 Jahre, kommt zum ersten mal in eine psychotherapeutische Sprechstunde. Sie ist Migrantin der 3. Generation, ihre Großeltern kommen aus dem Iran. Sie hat bis vor kurzem Englisch und Geschichte für das Lehramt studiert. Sie war ein Jahr lang mit einem Iraner zusammen. Vor drei Monaten haben die beiden begonnen, ihre Hochzeit vorzubereiten. Das Brautkleid wurde gekauft, die Lokalitäten wurden reserviert. Plötzlich und für sie völlig unerwartet sagte der Mann, dass er sie doch nicht heiraten wolle, weil sie ihm »zu schwierig« sei.  Seitdem ist sie am Boden zerstört. Read More „Wie wirkt sich Migration auf psychische Probleme aus?“

Wie funktioniert Wahrsagen und Hellsehen?

„Wahrsager“, „Hellseher“ und „Mentalisten“ arbeiten mit einer Psychotechnik, die als „Cold Reading“ bezeichnet wird. Sie erwecken damit Eindruck, z.B. Gedanken lesen zu können oder etwas über die Vergangenheit oder die Zukunft des Kunden zu wissen. Es handelt sich um eine Kommunikationstechnik auf Basis von Pacing und Kalibrierung, also nicht um etwas Übernatürliches, sondern um die praktische Anwendung eines Sets von psychologischen Techniken bzw. um ein „Spiel“, in dem man so tut, als könne man etwas über einen anderen Menschen sagen, was man eigentlich nicht wissen kann, weil man ihn noch nie gesehen hat. Read More „Wie funktioniert Wahrsagen und Hellsehen?“

Was ist Rassismus?

Rassismus ist eine diskriminierende Ideologie, in der Menschen nach angeblichen oder wirklichen äußeren genetischen Merkmalen (v.a. Hautfarbe, aber auch z.B. Augen- und Lippenform, Haargestalt, Gesichts-, Schädel-, Körperform, Körpergröße usw.) in sogenannte „Rassen“ unterteilt werden, wobei diese Unterteilung mit der Behauptung der Höher- bzw. Minderwertigkeit mancher „Rassen“ in Bezug auf andere einhergeht. Read More „Was ist Rassismus?“

Was wäre, wenn Frauke Petry Bundeskanzler würde?

Nein, kein Tippfehler: „Bundeskanzler“. Den Begriff „Bundeskanzlerin“ müsste die AfD nach ihren familienpolitischen Ansichten sofort abschaffen. Und überhaupt: eine Frau als Bundeskanzler? Geht das denn, nachdem „Merkel weg“ ist? Und dazu noch eine Frau, die eigentlich mit einem Pfarrer verheiratet ist, aber mit einem anderen Mann zusammenlebt, der auch mit einer anderen Frau verheiratet ist?

Ich weiß, das ist Klatsch, aber was soll man machen, die AfD besteht schließlich darauf: Read More „Was wäre, wenn Frauke Petry Bundeskanzler würde?“

Macht der Kapitalismus depressiv?

Was der Frankfurter Soziologe und Psychoanalytiker Martin Dornes in seinem neuesten Buch „Macht der Kapitalismus depressiv? Über seelische Gesundheit und Krankheit in modernen Gesellschaften“ (Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2016) schreibt, gefällt mir politisch gar nicht. Es handelt sich um eine durch eine Flut von Daten gestützte Polemik gegen einen verbreiteten gesellschaftskritischen Ärger, der behauptet, dass es uns im Zuge der Entwicklung des Neoliberalismus psychisch immer schlechter geht. Dornes stellt diese Theorie infrage.

Seine Gegenthese lautet, dass die Verbreitung und Intensität psychischer Krankheiten in Deutschland in den letzten Jahrzehnten im Großen und Ganzen konstant geblieben sei. Die teilweise markante Zunahme bestimmter Diagnosen, z.B. Depressionen, Burnout, ADHS, narzisstische und Borderline-Störungen, Traumafolgestörungen usw. führt Dornes auf eine gesteigerte Sensibilität der Diagnostiker gegenüber diesen Störungen sowie auf eine vorher nach seiner Meinung vorhanden gewesene Unterdiagnostik zurück.

Die Analyse von Dornes kontrastiert mit meinen Erfahrungen aus meiner 30jährigen klinischen psychotherapeutischen Praxis, die, soweit ich aus Gesprächen mit Kollegen erkennen kann, von vielen Psychotherapeuten geteilt wird, und die auf eine massive Zunahme der sozial bedingten Stressbelastung bei den Patienten, die wir sehen, mit den entsprechenden psychischen Folgeerscheinungen hinweist. Allerdings bin ich weder Wissenschaftler noch Epidemiologe und kann daher nicht auf empirisch abgesicherte Daten und Studien verweisen, sondern nur auf das, was ich tagtäglich in meiner Praxis erlebe. Eigenartigerweise scheint nämlich das, was die Patienten ihren Psychotherapeuten (zumindest mir) nachvollziehbar berichten, nicht mit den empirischen Daten (die Dornes anführt) übereinzustimmen.

Mit großem empirischen und argumentativen Aufwand verteidigt Dornes die Theorie der individualpsychologischen Genese von psychischen Störungen als Persönlichkeitsmangel relativ unabhängig von den gesellschaftlichen Bedingungen, so wie es von der Mainstream-Psychoanalyse vertreten wird. Die Ursachen psychischen Leids sind seiner Meinung nach nicht in den gesellschaftlichen Bedingungen und schon gar nicht in zunehmender Arbeitsbelastung zu sehen (wie von vielen Zeitkritikern behauptet wird), sondern vielmehr im Individuum, d.h. in seiner unzulänglichen Verarbeitung sozialer Belastungen.

Nach Dornes habe der Neoliberalismus mit einigen [aber durchaus gravierenden, W.E.] Ausnahmen [z.B. zunehmende Arbeitslosigkeit, Auseinanderdriften der Schere zwischen Arm und Reich, W.E.] die Lebensbedingungen der Menschen in den hoch entwickelten kapitalistischen Ländern nicht verschlechtert, sondern vielmehr verbessert.

[Ich möchte dem entgegenstellen, dass diese unbestreitbare Verbesserung (auch den unteren Schichten in Deutschland geht es heute deutlich besser als beispielsweise in den 1950 er Jahren) nur auf Kosten der gnadenlosen Ausbeutung der ökologischen, ökonomischen und menschlichen Ressourcen in der Dritten Welt realisiert werden konnte. Die indirekten Auswirkungen dieses rücksichtslosen globalisierten Raubtierkapitalismus sehen wir heute in den sozialen, politischen und gesundheitlichen Katastrophen vor allem in den Armutsregionen Afrikas, Asiens und Südamerikas sowie indirekt in der Flüchtlingswelle, die letzten Endes auf den auf Betrug beruhenden Überfall von George W. Bush auf den Irak und die beginnenden klimatischen Veränderungen in Nordafrika aufgrund der Erderwärmung (und in der Folge Wasserknappheit) zurückzuführen ist. W.E.]

Dornes zitiert diverse epidemiologische Studien nach denen die Häufigkeit psychischer Erkrankungen in den letzten 30 Jahren Jahren im Mittel bei Erwachsenen bei 27 %, bei Kinder und Jugendlichen bei 17 % liege. Dabei habe die Erkrankungshäufigkeit in den letzten 30 Jahren nicht zugenommen, sondern sei im Großen und Ganzen gleichgeblieben. In der Erkrankungshäufigkeit gab es für praktisch alle Störungsbilder, also bei Depressionen, Süchten, Eststörungen, Psychosen usw. nach dem Zweiten Weltkrieg einen Anstieg, der sich aber nach 1975 bis heute (2016) nicht fortgesetzt habe. Auch im Osten Deutschlands sei es nach der Wende 1989 trotz aller sozioökonomischer Verwerfungen nicht zu einer Zunahme der Gesamtanzahl psychischer Erkrankungen gekommen.

Die Suizidrate sei nach dem Zweiten Weltkrieg bis etwa 1980 gestiegen, danach aber wieder gefallen, und sie falle weiter. Was den Alkoholkonsum betrifft, sei Deutschland zwar nach wie vor ein Hochkonsumland, aber der Konsum gehe kontinuierlich zurück, ebenso die alkoholbezogene Sterblichkeitsrate.

Die Idee, dass im „klassischen“ (fordischen, tailoristischen) Kapitalismus seit dem Zweiten Weltkrieg bis ungefähr in die siebziger Jahre die psychischen Erkrankungen geringer gewesen seien als heute, bezeichnet Dornes als „nostalgische Mystifizierung der guten alten Zeiten“, die es so nie gegeben habe.

Untersuchungen, wie beispielsweise in dem Buch „Gleichheit – Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind“ von Wilkinson und Pickett (Haffmans & Tolkemitt 2016), aus denen hervorgehen, dass sozialökonomische Ungleichheit durchweg zu einer Zunahme psychischer Störungen führe, führt Dornes auf eine selektive Auswahl der untersuchten Länder zurück. [Ich habe das zitierte Buch gelesen und fand seine Thesen empirisch außerordentlich gut empirisch belegt.]

Wenn man die Anzahl der Diagnosen einer Störung unmittelbar als Indikator der Zu- bzw. Abnahme der Erkrankungsrate interpretieren würde, müsste man, so Dornes, auch glauben, dass sich in den Vereinigten Staaten die Zahl der Autisten in den letzten 20 Jahren verzwanzigfacht und die der bipolar gestörten Kinder in zehn Jahren vervierzigfacht habe. Nach Dornes habe in Wirklichkeit in dieser Zeit lediglich die diagnostische Aufmerksamkeit für diese Störungen zugenommen.

Es sei heutzutage leichter, mit einer psychischen Erkrankung frühverrentet zu werden als etwa mit Krebs oder mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, was lediglich auf die veränderte Begutachtungspraxis zurückgehe.

Die Idee, dass der spätmoderne Mensch aufgrund pausenloser Erreichbarkeit z.B. via Smartphone gestresster sei als früher, was zu einer Zunahme psychischer Störungen führe, gehe auf „dramatisierte Berichterstattung“ zurück, sei irreführend und falsch, denn nur wenige Menschen seien „ständig erreichbar“ [was allerdings gar nicht mit den Erfahrungen praktisch aller meiner Patienten, Bekannten und auch meiner Wenigkeit übereinstimmt, W.E.].

Auch die Idee, dass die Arbeitsbelastung in den letzten Jahrzehnten angestiegen sei, sei eine „Fehlwahrnehmung“. Es fühlten sich nur wenige Menschen von ihrer Arbeit überfordert, und darüber hinaus weniger als noch vor einigen Jahrzehnten. Etwa die Hälfte von 1700 Betriebsräten bezeichneten beispielsweise die Arbeitsbedingungen in ihren Betrieben als „gut“. Außerdem sei auch Unterforderung mit Arbeit und Langeweile bei der Arbeit („Bore-out“) für relevant viele Menschen ein Problem. „Zeitdruck“ in der Arbeit bedeute oft lediglich „ein schlechtes Verhältnis zum Vorgesetzten“ (S. 51).

Burnout hänge primär „von der Persönlichkeitsstruktur ab“ und nicht von den Arbeitsbedingungen (ebenda), daher sei es effektiver, den Individuen beizubringen, wie sie besser mit Stress umgehen könnten, statt die Arbeitsbedingungen zu verändern: „Verhaltensänderung … ist wirksamer als Verhältnisänderungen“ (ebenda). [Ich habe mich beim Lesen gefragt, ob Dornes sich eine körperlich, psychisch oder emotional anstrengende, sehr monotone oder stark gesundheitsbelastende Arbeit, die zu Burnout führen kann, möglicherweise nicht vorstellen kann. W.E.]

Im Laufe der letzten 60 Jahre könne man innerhalb Deutschlands keine Zunahme stressbedingter Symptome finden. Dass die Burnout-Diagnosen sich von 2000 bis 2011 verzwölffacht (!) haben, ginge ebenfalls auf eine gesteigerte diagnostische Sensibilisierung zurück. [Auch wenn es einen solchen Sensibilisierungseffekt geben mag, erscheint es mir doch vermessen, den drastischen Anstieg der Burnout-Diagnosen ausschließlich auf diesen zurückzuführen. Ich habe – bei allem Respekt – den Eindruck, dass Dornes die Daten so zurechtbiegt, dass sie seine Hauptthese bestätigen. W.E.]

Weil sich in den letzten 15 Jahren die Zahl der Psychotherapeuten in Deutschland verdoppelt hat, geht Dornes von einer „angebotsinduzierten Nachfrage“ aus: sei ein Angebot erst einmal da, werde es auch frequentiert (S. 58).

Die Zahl der Diagnosen bestimmter Störungen sei stark von den lokalen Versorgungsgrad bezüglich dieser Störungen abhängig. Beispielsweise sei auffällig, dass in Gegenden, in denen Hochburgen der ADHS-Forschungen und -Behandlung angesiedelt seien, die Zahl der ADHS-Diagnosen weit überdurchschnittlich hoch seien. Das selbe treffe auf die Depressionsziffern zu.

Im Gegensatz zu den Thesen von z.B. Ehrenberg und Byung-Chul Han fördere der Neoliberalismus Depressionen nicht. Depressionen seien in typischen neoliberalen Gesellschaften wie den USA nicht häufiger als beispielsweise in den nordeuropäischen „Sozialstaatsparadiesen“ und habe in beiden Ländern seit den siebziger Jahren nicht zugenommen.

Die drastische Zunahme der Depressionsdiagnosen (die sich zwischen 2002 und 2013 verdoppelt haben) und des Verbrauchs von Antidepressiva (2013 wurden 6 % der Erwerbspersonen in Deutschland mit Antidepressiva behandelt), wie auch von Stimulanzien wie Ritalin (dessen Verbrauche sich seit 2000 in Deutschland verzehnfacht hat) sei zwar unstrittig, gehe aber ebenfalls auf einen Ausgleich einer vorherigen Unterdiagnostik und medikamentösen Unterversorgung sowie auf eine gesteigerte diagnostische Sensibilität zurück, nicht aber auf eine Steigerung der tatsächlichen Erkrankungsraten.

Darüber hinaus habe eine schwedische Studie belegt, dass die Vervielfachung der Verschreibung von Antidepressiva mit einer Reduktion der Suizidrate um 25 % einherging. Der Verbrauch von Beruhigungsmitteln (z.B. Valium) sei dagegen in Deutschland seit 1993 rückläufig.

Auch der in der Presse oft „skandalisiert“ beschriebene „Zerfall der Familie“ sei keineswegs nur negativ zu bewerten, sondern auch als Fortschritt im Sinne einer Integration der Frauen in die Arbeitswelt, verbesserter Arbeits- und Erziehungsbedingungen usw. Eltern hätten noch nie so viel Zeit mit ihren Kindern verbracht wie heute (S. 84).

Die Arbeitswelt und die Situation der Familien habe sich mit der Herausbildung des Neoliberalismus nicht verschlechtert, sondern verbessert, was Dornes mit diversen Bezugsgrößen belegt (z.B. Abnahme schwerer körperlicher und monotoner Arbeit, Abnahme des allgemeinen Krankenstandes, Zunahme der Rentenbezugssdauer usw.)

Dass zwischen 2002 und 2012 die Fälle von Arbeitsunfähigkeit aufgrund von psychischen Diagnosen sowie die Arbeitsunfähigkeitstage und die Früh- bzw. Invaliditätsberentung wegen psychischer Diagnosen erheblich zugenommen haben, führt Dornes wiederum auf einen Einstellungswandel in Bezug auf psychische Leiden und „die zunehmende Bereitschaft“ zurück, „sich deswegen diagnostizieren, krankschreiben, behandeln und berenten zulassen“ (S. 86).

Diverse gesellschaftliche Bedingungen wie etwa die Integration Homosexueller, unehelicher Mütter und Kinder, die Abnahme häuslicher Gewalt und weiblicher Suizide, das Verbot der Prügelstrafe in den Schulen, die Zulassung der Abtreibung, verbesserte Bildungschancen für Arbeiterkinder und Mädchen, verbesserte medizinische Behandlungsmöglichkeiten, Abnahme der relativen Armutsquote, usw. hätten sich in den letzten 30 Jahren erheblich verbessert (S. 87 ff). Weltweit habe die neoliberale Globalisierung zu einer Abnahme der Einkommensunterschiede zwischen erster und dritter Welt geführt [was Daten über das zunehmende, weltweite Auseinanderdriften der Schere zwischen armen und reichen Ländern sowie zwischen dem Besitz der Superreichen und dem der Ärmsten der Welt allerdings diametral widerspricht, W.E.].

Auch die Situation der Menschenrechte, der Minderheitsrechte und der Geschlechtergleichstellung habe sich verbessert, das Nord-Süd-Gefälle und die Armut in den Entwicklungsländern habe abgenommen, die Demokratie in den Entwicklungsländern habe zugenommen. [Ich weiß nicht, ob die Opfer von Boko Haram und des IS hier zustimmen würden. Und wieso erleben wir dann zurzeit eine gigantischen Flüchtlingswelle aus den nordafrikanischen Ländern?]

Dass bestimmte Ängste, z.B. die Angst vor sozialem Abstieg, zugenommen habe, gehe in Wirklichkeit darauf zurück, dass vorher viele Menschen sozial aufgestiegen sein. Dagegen seien andere Ängste wie z.B. die Angst vor Nuklearkrieg zurückgegangen, so dass die „Summe der Angstgefühle“ nicht zugenommen habe (S. 102). [Wieso sehen wir dann zurzeit eine drastische Zunahme der Angst vor Terroranschlägen, sowie von Fremdenangst inklusive entsprechender Anschläge auf Flüchtlingsheime?]

Auch die Zunahme früher bzw. Persönlichkeitsstörungen sei „vielleicht“ nur ein Artefakt veränderter klinischer Diagnosegewohnheiten“ (S. 110).

Bei der oft berichteten Zunahme der psychischen Störungen handele es sich um eine bloß „gefühlte Zunahme“ und einen „Hype um die kranke Seele“ (S. 128).

Politisch sei die Suche nach einer Alternative zum Kapitalismus „verlorene Mühe“, vielmehr sollten wir uns auf „Veränderungspotenzial innerhalb des Kapitalismus konzentrieren“ (Seite 129).

Werner Eberwein

Wie ist der Stand der Planungen zum künftigen Direktstudium „Psychotherapeut/in mit Approbation“?

Am 22.9.2016 hielt Manfred Thielen, Sprecher des Ausschusses „Aus-, Fort- und Weiterbildung“ der Psychotherapeutenkammer Berlin im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur Ausbildungsreform einen 40-minütigen Vortrag, in dem er den Stand der Planungen zum kommenden Direktstudium „Master-Psychotherapeut/in mit Approbation“ erläuterte.

Sie können den Vortrag >>hier online nachhören.

Hier einige zusammenfassende Stichworte dazu:

In diesem Spätsommer soll der Referentenentwurf zur Novellierung des Psychotherapeutengesetzes
(PsychThG) und zu einer neuen Approbationsordnung des Bundesministeriums für
Gesundheit (BMG) vorliegen. Die Vorstände und die DelegiertInnen der Bundes- (BPtK) und
der Landespsychotherapeutenkammern haben sich intensiv mit der Thematik beschäftigt,
und der Vorstand der BPtK und die Bund-Länder-AG haben entsprechende Eckpunkte zur
Novellierung, Approbationsstudium und Weiterbildung vorgelegt. Wegweisend sind dabei die
Beschlüsse des 25. Deutschen Psychotherapeutentages (DPT), der Delegiertenversammlung
der BPtK, vom November 2014. Dort wurde beschlossen, dass es ein
Direktstudium Psychotherapie geben soll, in dem die vier Grundorientierungen der
Psychotherapie – verhaltenstherapeutisch, psychodynamisch, systemisch und humanistisch
– gleichberechtigt und mit Strukturqualität vermittelt werden sollen und mit einer Approbation
endet. Danach soll eine Weiterbildung erfolgen, in der die Fachkunde erworben werden
kann.
Die Eckpunkte beziehen sich auf 3 Bereiche: Novellierung des PsychThG, Approbationsstudium
und Weiterbildung.
Der Berliner Ausschuss „Aus-, Fort-, Weiterbildung“ (AFW) hat zu den Eckpunkten eine
eigene Stellungnahme entwickelt. Die kritischen Punkte der gegenwärtigen
Ausbildungsdiskussion werden im Folgenden kurz erläutert.
Novellierung: Bei der Auseinandersetzung um die Novellierung des PsychThG geht es vor
allem um eine Neufassung der Legaldefinition Psychotherapie und die Rolle des
Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie (WBP). Auf der Bundesebene scheint die
Aufhebung der Bindung der psychotherapeutischen Tätigkeit an „wissenschaftlich
anerkannte Verfahren“ Konsens zu sein, im AFW wird sie kontrovers diskutiert. Nach § 11
des PsychThG kann eine jeweilige Landesbehörde bei Zweifeln über die
Wissenschaftlichkeit eines Psychotherapieverfahrens den Wissenschaftlichen Beirat
Psychotherapie (WBP) beratend heranziehen. Wenn eine wissenschaftliche Anerkanntheit
eines Verfahrens durch den WBP nachvollzogen wurde, dann ist es berufsrechtlich
anerkannt und es kann darin die Fachkunde und die Approbation erworben werden. Die
Mehrheit des AFW hat sich für die Beibehaltung des WBP, aber für eine Wahl seiner
Mitglieder ausgesprochen.
Darüber hinaus wird kritisiert, dass die notwendigen Finanzierungsfragen, um das geplante
„Approbationsstudium“ durchführen zu können, nach wie vor vollständig ungeklärt sind.
Approbationsstudium: In den Eckpunkten wird von einem 6-semestrigen Bachelor (BA)-
Studium ausgegangen, auf das ein 5- semestriges Masterstudium (MA) folgt, das 1
Praxissemester beinhaltet und mit einem Staatsexamen endet. Der Ausschuss hält
insbesondere das MA-Studium für zu kurz, um ausreichend psychotherapeutische
Qualifikationen vermitteln zu können und fordert ein 12-semestriges Studium. Weiter tritt er
dafür ein, dass bereits im BA-Studium eine Ausrichtung auf Psychotherapie in Form von
Fallseminaren u.a. erfolgen soll. Im Eckpunktepapier wird hingegen von einem, durch
Praktika ergänztes, BA-Psychologie-Studium ausgegangen, das Psychotherapiestudium im
engeren Sinne soll erst im Masterstudium beginnen. Inhaltlich sollen bereits im BA-Studium
die vier Grundorientierungen gleichberechtigt vermittelt werden. Im Widerspruch dazu
steht allerdings, dass nach Auffassung des VS der BPtK die Hochschulambulanzen, in
denen die StudentInnen auch Praktikas bzw. Praxissemester machen können, nur „zwei
wissenschaftlich anerkannte Verfahren“ anbieten müssen. Für den Ausschuss ist dies nicht
konsistent mit den Beschlüssen des 25. DPT.
In den Eckpunkten wird darüber hinaus von „Selbstreflexion“ gesprochen, während sich der
AFW einhellig für den Begriff „Selbsterfahrung“ ausspricht. Die Selbsterfahrung wird als
wesentlicher Bestandteil der psychotherapeutischen Qualifikation angesehen. Mehrheitlich
wird die Position vertreten, Selbsterfahrung im Umfang von mind. 50 Std. im Studium
anzubieten.
Weiterbildung: In den Eckpunkten wird sie auf die „wissenschaftlich anerkannten Verfahren“
beschränkt. Die Mehrheit des AFW möchte sie aber für alle Grundorientierungen, auch die
Humanistische Psychotherapie, öffnen, während die Minderheit den Eckpunkten zustimmt.
Für eine Weiterbildung aus einer Hand setzt sich ebenfalls die Mehrheit ein. Die bisherigen
Ausbildungsinstitute, die jahrzehntelange Erfahrungen in der Ausbildung haben, sollten als
zukünftige Weiterbildungsinstitute ihr Curriculum zur verfahrensspezifischen Fachkunde
konsistent und kohärent anbieten.
In den Eckpunkten soll auf einer Basisweiterbildung von 200 Std. eine Verfahrensvertiefung
anknüpfen. Sie soll 400 Std. Theorie, 1.600 Behandlungsstunden mit 200
Stunden Supervision, 120 Stunden Selbsterfahrung umfassen. Die Mehrheit des AFW geht
er von deutlich niedrigeren Zahlen aus, nämlich 300 Stunden Theorie, mind. 600
Behandlungsstunden mit 125 Stunden Supervision, 120 Stunden Selbsterfahrung. Er
orientiert sich dabei im Wesentlichen an den Anforderungen zur Fachkunde der jetzigen
Ausbildung. Darüber hinaus unterstützt er natürlich die Forderung der PiA nach einer
angemessenen Vergütung ihrer Tätigkeit und fordert, dass die entsprechenden
Finanzierungsmöglichkeiten rechtssicher und verlässlich geschaffen werden.

25.07.2016
gez. Manfred Thielen, Sprecher des Ausschusses Aus,- Fort- Weiterbildung der PTK Berlin

Wie ist der Stand und was sind die Hintergründe des Antrages der Humanistischen Psychotherapie an den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie?

Zurzeit wird in Deutschland intensiv über die Neuregelung der Ausbildung der Psychotherapeuten diskutiert. Konkret soll das Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) von 1999 novelliert werden. Im Zuge dessen wird es künftig eine Direktausbildung zum Master-Psychotherapeuten mit Approbation geben (anstelle der bisherigen zweistufigen Ausbildung: zuerst Psychologie- oder Medizinstudium, anschließend Psychotherapie-Ausbildung zur Approbation). Read More „Wie ist der Stand und was sind die Hintergründe des Antrages der Humanistischen Psychotherapie an den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie?“

Was ist eine Auseinandersetzungskultur?

Eine Auseinandersetzungskultur ist die Fähigkeit von Menschen, sich mit sich selbst und mit anderen Menschen in einem respektvollen, konstruktiven, aber auch kritischen Dialog aufeinander zu beziehen in dem fortgesetzten Versuch, einander zu verstehen, sich selbst zu verstehen, dem anderen sich selbst mitzuteilen, das eigene vom anderen zu unterscheiden, aber auch das eigene mit dem anderen in Bezug zu setzen.

Was im optimalen Fall daraus entsteht, ist ein respektvoller, demokratischer Dialog, der Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede herausarbeitet, unterschiedliche Sichtweisen miteinander in Beziehung setzt, Differenzen verdeutlicht und gemeinsame Optionen eröffnet. Read More „Was ist eine Auseinandersetzungskultur?“

Hat sich durch die Zuwanderung die Kriminalität in Deutschland erhöht?

Laut einem der Süddeutschen Zeitung vorliegenden vertraulichen Lagebericht über die Kriminalität von und gegen Zuwanderer hat das Bundeskriminalamt (BKA) für das Jahr 2015 festgestellt, dass es sich bei zwei Dritteln der von Zuwanderern begangenen Straftaten um Bagatelldelikte handelte, darunter besonders häufig um Schwarzfahren. Die Kriminalität in Deutschland habe sich mit der hohen Zahl an Zuwanderern im letzten Jahr nicht signifikant erhöht. Gewaltdelikte wie Raub oder Körperverletzung durch Zuwanderer waren rückläufig. Kapitalverbrechen wie Mord oder Totschlag lagen bei unter 0,1% der Taten, dabei waren alle von Zuwanderern getöteten Personen selbst Zuwanderer. Sexualdelikte lagen bei unter einem Prozent der Taten.

Dagegen stieg die rechte Gewalt gegen Zuwanderer und Asylbewerber an: dreimal versuchter Mord oder Totschlag, 48 gefährliche Körperverletzungen und 74 Brandstiftungen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 17.2.2016

Werner Eberwein

Was ist von der Aussage von Björn Höcke (AfD) zu halten, dass Afrikaner eine andere Fortpflanzungsstrategie hätten als Europäer?

Dazu hier eine Pressemitteilung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) vom 14.12.2015
Kontakt: Dipl.-Pol. Damian Ghamlouche, Tel.: (030) 220 15 705, d.ghamlouche@hu-berlin.de

Rassistische Argumentationen dringen unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit in den politischen Raum

Rassistische Theorien werden in Deutschland derzeit wieder offen vertreten. Das jüngste Beispiel ist der Verweis des AfD-Politikers Björn Höcke auf die angeblich besondere Fortpflanzungsstrategie der Afrikaner, die von Europäern abweichen würde. Read More „Was ist von der Aussage von Björn Höcke (AfD) zu halten, dass Afrikaner eine andere Fortpflanzungsstrategie hätten als Europäer?“

Warum werden die Menschen immer dicker?

Auch in Deutschland nimmt das Problem der Fettleibigkeit immer mehr zu. In der Folge steigt das Risiko für Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und viele weitere Krankheiten. In seinem Buch „Das Salz-Zucker-Fett-Komplott“ öffnet uns Michael Moss die Augen für die skrupellosen Geschäftspraktiken der Ernährungs-Mulits.

Michael Moss: Das Salz-Zucker-Fett-Komplott: Wie die Lebensmittelkonzerne uns süchtig machen. Ludwig Buchverlag 2014, € 19,99

Werner Eberwein

Wie kann ich eine psychotherapeutische Praxis verkaufen bzw. kaufen?

Auf dem 10. Landespsychotherapeutentag Berlin am 12.9.2015 hielt die Die berliner Rechtsanwältin Claudia Mösch (Tätigkeitsschwerpunkt Vertragsrecht, Arztrecht, Zulassungsrecht) einen Vortrag, in dem sie ausführte, wie man nach dem neuen „Versorgungsstärkungsgesetz“ eine psychotherapeutische Praxis weitergeben bzw. verkaufen kann.

Hier können Sie den Vortrag nachlesen.

Werner Eberwein

Video über die Neonazi-Ausschreitungen in Heidenau

Am 22.8.2015 stellte ein anonymer User ein Handy-Video von den Ausschreitungen in Heidenau bei Dresden auf youtube online, das auf erschreckende Weise die aggressive und bedrohliche Stimmung zeigt, die dort herrscht. Kurze Zeit später löschte er es wieder, vermutlich um zu vermeiden, dass seine Neonazi-Kumpels durch technische Maßnahmen darauf zu erkennen sein könnten. Der sächsische Landtagsabgeordnete Henning Homann hatte das Video aber inzwischen gesichert und hat es inzwischen wieder auf youtube veröffentlicht: https://youtu.be/bthhGY6hVwk
Read More „Video über die Neonazi-Ausschreitungen in Heidenau“

Was ist der Unterschied zwischen Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung?

  • Eine „Ausbildung“ ist die Vorbereitung auf einen staatlich geregelten und geschützten Ausbildungsberuf. Sie umfasst eine breit angelegte Grundbildung und die curriculare Vermittlung der für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit notwendigen fachlichen Fertigkeiten und Kenntnisse in einem geordneten Ausbildungsgang (Curriculum). Auch die Ausbildungen selbst sind in Aufbau und Inhalten staatlich geregelt. In diesem Sinne spricht man z.B. von der „Ausbildung“ zum Diplom-/Master-Psychologen, Verhaltenstherapeuten, Psychoanalytiker oder Tiefenpsychologen.

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Was ist normal?

Es ist überaus selten, dass ein Wissenschaftler von höchstem internationalem Rang sich im fortgeschrittenen Alter von 70 Jahren dazu aufrafft, seiner eigenen Zunft kräftig den Marsch zu blasen. Genau das hat der US-Amerikaner Allen Frances mit seinem 2013 im DuMont Verlag erschienenen, 400 Seiten starken Buch „Normal. Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen“ getan. Read More „Was ist normal?“

Stimmt es, dass in Kliniken häufig Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA's) als PsychotherapeutInnen eingesetzt werden?

Ja, leider ist das so. Im Spiegel Nr. 45/2013 erschien der Artikel

„Therapie beim Praktikanten“.

In dem Beitrag wird beschrieben, wie psychotherapeutische AusbildungspraktikantInnen (sogenannte „PiA’s“) in Kliniken ohne zureichende Ausbildung und oft ohne zureichende Anleitung und Aufsicht als PsychotherapeutInnen eingesetzt werden. Read More „Stimmt es, dass in Kliniken häufig Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA's) als PsychotherapeutInnen eingesetzt werden?“

Warum kann Gesprächspsychotherapie nicht über die Krankenkassen abgerechnet werden?

Hier ein Text von Prof. Jürgen Kriz, ehemaliges Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie (WBP) und Karl-Otto Hentze, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG), in dem beschrieben wird, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Anerkennung der Gesprächspsychotherapie (GT) für die Abrechnung über die Krankenkassen verhindert hat: Read More „Warum kann Gesprächspsychotherapie nicht über die Krankenkassen abgerechnet werden?“

Was will das Bündnis "UmFAIRteilen – Reichtum besteuern"?

„UmFAIRteilen“ ist ein 2012 gegründetes Aktionsbündnis aus zahlreichen Gewerkschaften, Sozialverbänden und Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, die sich für die sogenannte Reichensteuer einsetzt. Zentrale Koordinierungsstelle ist die Gewerkschaft ver.di.
Das Bündnis organisiert am 24./25. Mai an der TU Berlin einen großen Kongress, in dem die damit zusammenhängenden Fragen breit diskutiert werden.

Was ist die humanistische Mailingliste?

Die Humanistische Mailingliste der Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie (AGHPT) ist ein fachliches und politisches Diskussionsmedium in Form eines E-Mail-Verteilers. In der Humanistischen Mailingliste können Sie Psychotherapie-technische oder -politische Fragen in Bezug auf Humanistische Psychotherapie an eine Vielzahl von TherapeutenkollegInnen stellen. Sie können Anfragen beantworten, und Ihre Antworten werden per E-Mail an alle anderen TeilnehmerInnen der Humanistischen Mailingliste versandt. Read More „Was ist die humanistische Mailingliste?“

War das alte Tibet ein freies Land?

Viele Menschen stellen sich – inspiriert durch den Dalai Lama als Träger des Friedensnobelpreises – das „alte“ Tibet vor der chinesischen Invasion 1949 als ein Reich der Freiheit vor, in dem die Menschen sich, angeleitet von den Lamas (den buddhistischen Priestern) ihrer spirituellen Entwicklung widmeten, und das erst seit der Machtübernahme durch die Chinesen politisch unterdrückt wird. Das ist aber so nicht richtig. Read More „War das alte Tibet ein freies Land?“